Sie gilt als gefählich... das allerdings ist ein Mythos. Logischer Weise, hat man Angst, wenn man neben so einer Riesen Spinne steht. Allerdings sind diese Biester völlig ungefählich. Ein Biß allerdings tut mehr als ein paar Stunden weh.

Die Riesenkrabbenspinnen (Sparassidae, ehemals Heteropodidae, Eusparassidae) sind eine Familie mit weltweit etwa 1018 Arten in 83 Gattungen.[1] Ihre englische Bezeichnung ist Huntsman. In Mitteleuropa ist nur eine Gattung heimisch, die Huschspinnen (Micrommata) Latreille, 1804. In Gewächshäusern kommt außerdem die eingeschleppte Art Heteropoda venatoria Latreille, 1804 vor, deren Verbreitungschwerpunkt in den Tropen und Subtropen liegt.

Aussehen 

Die meisten Riesenkrabbenspinnen können unter anderem durch die Beinstellung identifiziert werden: Die Beine sind in den Hüften (Coxae) leicht gedreht. Dadurch zeigen die Beine mehr oder weniger deutlich nach vorne, ähnlich wie bei den Krabben. Viele, aber nicht alle Riesenkrabbenspinnen haben eine unauffällige braune oder graue Färbung. Die Beine sind behaart und auffällig bedornt, der Körper ist glatt, aber nicht glänzend. Obwohl die Tiere häufig recht groß werden (die Männchen der in Laos vorkommenden Heteropoda maxima Jäger, 2001 erreichen eine Bein-Spannweite von 25 bis 30 cm), sind sie für Menschen nicht gefährlich. Die gebänderte Riesenkrabbenspinne (Holconia) ist grau bis braun und trägt Streifen auf den Beinen. Die Gattung Neosparassus ist braun und haarig.

Einige größere Arten ähneln Vogelspinnen; eine Verwandtschaft besteht jedoch nicht

Verbreitung und Lebensweise 

Riesenkrabbenspinnen findet man in Australien, Neuseeland, Südostasien, im Nahen Osten in Gebieten am Mittelmeer, in den USA in Florida und auf Hawaii und sehr wahrscheinlich in vielen anderen tropischen und subtropischen Gegenden. Sie kommen heute auch in vielen Teilen der Welt vor, in denen sie möglicherweise nicht beheimatet sind, wie China, Japan, Florida, Puerto Rico und im südwestlichen Teil der USA und auf Hawaii. Sie treten überall dort auf, wohin sie als 'blinde Passagiere' mit Schiffen gelangen können und wo die Winter nicht zu kalt für sie zum Überleben sind. Man findet die Tiere häufig in Schuppen, Garagen und an anderen wenig besuchten Plätzen. Sie leben in Spalten der Baumrinde, kommen aber auch in Häusern und Autos vor. Sie können an Wänden und Decken sehr schnell laufen, da sie sich auch an glatten Oberflächen festhalten können.

Die Sehfähigkeit dieser Spinnen ist bei weitem nicht so gut wie die der Springspinnen (Salticidae). Sie reicht aber aus, um größere Tiere aus wenigen Dezimeter Entfernung zu sehen. Riesenkrabbenspinnen bauen keine Netze, sondern suchen sich ihre Nahrung - hauptsächlich Insekten und andere Wirbellose.

Die Weibchen verteidigen vehement ihre Eiersäcke und auch den Nachwuchs. Sie nehmen dann eine Drohhaltung ein. Wenn diese ignoriert wird, können sie angreifen und beißen.

Die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, National Science Museum Tokyo, Museum of the Institute of Zoology, Chinese Academy of Sciences und das International Rice Research Institute Manila haben hier einen Forschungsschwerpunkt. Sie untersuchen die Radiationen in Asien (Pseudopoda, Sinopoda), Südostasien sowie Australien (Heteropoda, Pandercetes) und Afrika. Im westlichen Südafrika werden verwandtschaftliche Beziehungen und Anpassungen an unterschiedliche Biome makroökologisch untersucht.

Toxizität und Aggressivität 

Im allgemeinen werden Riesenkrabbenspinnen nicht als gefährlich angesehen. Sie beißen zwar, wenn sie provoziert werden, aber das Opfer leidet nur unter einer Schwellung und lokalen Schmerzen, die nach etwa einem Tag wieder abklingen.

Es gibt jedoch Berichte über Bisse der Gattung Neosparassus (früher Olios genannt), die lang anhaltende Schmerzen, Entzündung, Kopfschmerzen, Erbrechen und unregelmäßigen Puls verursacht haben sollen. Es ist nicht bekannt, unter welchen Umständen diese Spinnen Menschen beißen, aber man weiß, dass die Weibchen dieser Art mutig ihren Eiersack und die Jungen verteidigen.


Geräusche beim Paarungsritual

Männchen von Heteropoda venatoria, eine der weltweit verschleppten Arten, wurden kürzlich dabei beobachtet, dass sie ein Geräusch produzieren, wenn man ihnen Anlass gibt zu glauben, dass sich ein Weibchen derselben Art in der Nähe befindet. Ihre Methode zum Erzeugen von Geräuschen unterscheidet sich von der Stridulation mit den Palpen oder anderen Gliedmaßen anderer Webspinnen. Die Männchen verankern sich fest auf der Oberfläche, auf der sie sitzen und versetzen den ganzen Körper in Vibrationen. Hiermit kündigen sie sich arteigenen Weibchen an, um nicht für Beute gehalten zu werden.




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